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Stoffarten

In unserem letzten Artikel haben wir Dir erklärt, wie Du die richtige Kleidung für Deinen Körpertyp auswählst. Aber wir wollen, dass unsere Kunden nicht nur großartig aussehen, sondern sich auch toll fühlen. Deshalb erfährst Du in diesem Blog-Beitrag mehr über Stoffen: welche Arten es gibt und welche Vor- und Nachteile die einzelnen Typen haben.

Stelle dir vor, Du ziehst eine Bluse an, sie ist schön, aber Dein Körper kommt nur ins Schwitzen. Du wartest eine Minute, um die Bluse auszuziehen und trägst sie dann nie wieder. Höchstwahrscheinlich ist eine solche Bluse aus synthetischem Material gefertigt. Um diesen Stoff herzustellen, werden Polymere aus Öl, Kohle und Erdgas gewonnen. Die Polymere werden dann zu einem Garn eingeschmolzen.

Synthetik erntet oft Kritik, weil sie:

  • Feuchtigkeit nicht gut aufnimmt,
  • keine Luft durchlässt,
  • sehr elektrisierend ist,
  • in der Kälte nicht warmhält,
  • Allergien verursachen kann.

Gleichzeitig hat das synthetische Gewebe erhebliche Vorteile:

  • kostengünstig,
  • schnell trocken,
  • resistent gegen Knitterbildung,
  • hat eine breitere Farbpalette (weil es leicht gefärbt werden kann),
  • hat oft eine wasserabweisende Wirkung.

Zu den gängigsten synthetischen Stoffen gehören Polyester (sehr starkes, aber zähes Material), Acryl (fühlt sich an wie Wolle, hält warm, dehnt sich aber beim Waschen), Polyamid (flexibel und langlebig, luftdurchlässig, aber nicht für Allergiker geeignet), Mikrofaser (es ist ein Gemisch aus Kunst- und Naturfasern, nimmt Feuchtigkeit schnell auf, hält die Wärme, neigt aber zu Faltenbildung), Fleece (leichtes, atmungsaktives, aber leicht entflammbares Material).

Stoffarten: Viskose - Mirawella.de Blog

Viskose

Stoffarten Polyester - Mirawella.de Blog

Polyester

Stoffarten: Seide - Mirawella.de Blog

Seide

Es gibt auch künstliche Stoffe. Sie werden aus natürlichen Rohstoffen hergestellt, wobei jedoch chemische Mittel zum Einsatz kommen. Sie werden zum Beispiel aus Zellulose (Abfallprodukte der holzverarbeitenden Industrie) hergestellt. Aufgrund der Herkunft der Faser ist ihr Preis niedriger als der von Naturstoffen, zugleich sind solche Stoffe schön und weniger allergen als Synthetik. Sicherlich bist Du bereits vertraut mit Stoffen wie:

  • Viskose ist ein leichtes, atmungsaktives Gewebe, warm im Winter und kühl im Sommer
  • Acetat – es ähnelt Seide, wird kaum schmutzig, lässt aber keine Luft durch
  • Bambus – atmungsaktiv, hygienisch, weich und langlebig,
  • Lyocell – ein Gewebe aus Eukalyptusholz, das sich, ähnlich wie Bambus, durch seine antibakteriellen und hypoallergenen Eigenschaften auszeichnet
  • Modal – auch bekannt als Super-Viskose, ist ein sehr dichtes, aber atmungsaktives Material, das häufig für Strümpfe, Unterwäsche und Homewear verwendet wird.

Kommen wir nun zu einer anderen Art von Stoffen – natürliche Stoffe. Es gibt viele von ihnen und sie unterscheiden sich sowohl im Aussehen als auch im Preis, aber viele Käufer bevorzugen sie, weil solche Stoffe hypoallergen sind.

Die häufigste Rohstoffquelle für natürliche Stoffe ist die Baumwollpflanze. Das daraus hergestellte Material ist atmungsaktiv und speichert gut die Wärme im Winter, verursacht keine Allergien und ist anspruchslos in der Pflege. Aus Baumwolle werden Dutzende von verschiedenen Stoffen hergestellt: Baumwollgewebe, Satin (luftig und schön, nimmt auch Feuchtigkeit gut auf), Popeline (hält perfekt ein Muster), Batist (leicht, dadurch einfach zu waschen), Denim (angenehm zu tragen, verblasst aber schnell), Flanell (fühlt sich angenehm an und hält die Wärme gut), Samt (sieht beeindruckend aus, braucht aber lange zum Trocknen und sammelt leicht Staub), Cord (langlebig und formstabil, aber anspruchsvoll in der Pflege).

Wenn Du schon auf der Suche nach einem Stoff für den Sommer bist, dann halte Deinen Fokus auf Leinen: seine Atmungsaktivität macht es perfekt für heißes Wetter. Ein weiterer Vorteil von Leinen ist, dass es bei sehr hohen Temperaturen gewaschen werden kann. Allerdings gibt es einen entscheidenden Nachteil: Der Stoff knittert leicht und schrumpft, wenn er nass wird.

Es gibt einen weiteren natürlichen Stoff für die wärmeren Jahreszeiten: Seide. Sie ist bekannt, dass sie ansprechend und kostspielig ist, aber dennoch rechtfertigt der Preis die Qualität. Sie ist leicht und atmungsaktiv, außerdem ist Seide langlebig beim Tragen. In der Pflege ist sie anspruchsvoll (Handwäsche ist erwünscht), verträgt kein Trocknen in der Sonne und sollte generell nicht bei hohen Temperaturen gewaschen werden.

Die letzte Art von Stoffen, die praktisch von der Natur selbst geschaffen wurde, sind Wollstoffe. Sie werden aus den Daunen und der Wolle von Tieren (Schafen, Lamas, Kaninchen und Kamelen) hergestellt. Ein solcher Stoff ist teuer, aber Du kannst sicher sein, dass Wärme und Komfort in einem solchen Stoff garantiert sind. Wolle ist nicht sehr dehnbar; daher sollten dem Stoff Kunstfasern, z. B. Elasthan, zugesetzt werden. Vielleicht hast Du schon von verschiedenen Wollarten gehört: Angora (ein Stoff aus Angoraziegen-Flaum mit leichten Daunen), Velours (wird für Abendkleidung verwendet), Kaschmir (ein dünner und leichter Stoff aus der Wolle chinesischer und mongolischer Bergziegen) und Tweed (ein weicher, aber dichter Stoff für Mäntel und Jacken).

Das ist, kurz zusammengefasst, alles über Stoffe. Wähle das Beste für Dich und fühle Dich wohl in der Kleidung, die Du trägst!

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